tracks of salt

vereint starke Farben und figürliche Formen. Was auf den ersten Blick impulsiv und spielerisch wirkt, entpuppt sich als vielschichtiges Spannungsfeld zwischen Individuum und Kollektiv, zwischen Wunsch und Wirklichkeit, zwischen Selbstbehauptung und Auflösung.

Die figürlichen Elemente treten als autonome Wesen mit eigener Haltung, eigenem Weg auf. Gleichzeitig sind sie untrennbar verwoben mit dem energetisch aufgeladenen Farbraum, sozusagen dem, was uns umgibt.

tracks of salt fragt danach, wie viel Eigenständigkeit im Miteinander möglich ist und wie viel Verbindung trotz Unterschiedlichkeit entsteht. Es sind Momentaufnahmen eines Austarierens: zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, zwischen persönlichem Ausdruck und gesellschaftlicher Resonanz.

tracks of salt I

tracks of salt I stellt das Individuum als fragilen Teil eines größeren Systems in den geteilten Raum. Figürliche Elemente wirken voneinander abgegrenzt, beinahe isoliert. Sie stehen still, jede für sich, wie eines kollektiven Nebeneinanders, in dem Nähe zwar möglich scheint, aber nicht selbstverständlich ist.

Durchzogen wird das Bild von einer weißen, geschwungenen Linie. Diese Linie findet ihre Fortsetzung in tracks of salt II, wo sie sich schließt und das zuvor Offene zu einem Kreislauf formt. Als grafische Verbindung zwischen den beiden Bildern wird sie zur metaphorischen Brücke: zwischen Einzelnen und System, zwischen Fragment und Ordnung.

In diesem Zusammenspiel aus Form und Farbe entsteht ein visuelles Spannungsfeld: zwischen Zugehörigkeit und Distanz, zwischen Selbstbehauptung und gesellschaftlicher Prägung.

mixed media/leinwand
30×30cm in Schattenfugenrahmen

tracks of salt II

tracks of salt II nimmt das Individuum aus seiner Vereinzelung heraus. Die figürlichen Formen, zuvor voneinander distanziert, rücken nun näher zusammen. Die Isolation, die tracks of salt I noch prägte, ist hier zugunsten eines fragilen, aber spürbaren Aufeinanderzubewegens aufgehoben.

Wir erkennen die Linie, die das Werk mit tracks of salt I verknüpft: als grafisches Bindeglied zwischen den beiden Bildern, aber auch als metaphorische Brücke.

tracks of salt II denkt Kollektivität als Prozess: nicht als Auflösung des Einzelnen im Ganzen, sondern als Möglichkeit, gemeinsam in Bewegung zu sein: Durchzogen von Spuren, Erinnerungen und Energien, die sichtbar wie unsichtbar die Oberfläche berühren.

mixed media/leinwand
30×30cm in Schattenfugenrahmen

tracks of salt III

racks of salt III markiert einen neuen Moment innerhalb der Werkreihe: Der Kreis schließt sich. Die zentralen Elemente verbinden sich zu einer Einheit.

Und doch bleibt das Bild nicht harmonisch. Einzelne Elemente deuten klar vom Zentrum weg. Sie streben aus der Komposition heraus, verweigern sich der Formation.

tracks of salt III stellt eine Konstellation dar, die gleichermaßen Halt und Ausschluss, Verbindung und Trennung sichtbar macht. Es ist ein Bild über Systeme. Nicht nur, wie sie sich formen, sondern auch, wen sie mitdenken und wen sie übersehen.

Dieses dritte Werk bringt die Frage der Zugehörigkeit auf den Punkt: Wer ist Teil des Ganzen? Wer bleibt außen vor? Was sind die Folgen? In dieser Spannung beginnt die künstlerische Suche nach neuen Formen des Miteinanders.

mixed media/leinwand
30×30cm in Schattenfugenrahmen

tracks of salt IV

tracks of salt IV markiert den Beginn einer neuen Bewegung innerhalb der Werkreihe: eine Phase des Aufbegehrens.

Zwar erinnert die Komposition noch an die Struktur der früheren Werke: Ein weißer Bildrand, figürliche Elemente, das bekannte Kreissymbol mit vertikalen Linien. Doch nichts ist mehr ruhig, nichts bleibt unangetastet. Der weiße Rahmen wird übermalt, durchbrochen, fast gesprengt. Farbe, Form und Geste greifen über ihn hinaus.

Die figürlichen Elemente wirken umzingelt: Von Bewegung, von Druck, vielleicht von einer Kraft, die größer ist als sie selbst.

Der pinke Schattenfugenrahmen greift das Innere auf, nicht als Abgrenzung, sondern als Verstärker: Er verleiht dem Werk Bühne, Intensität, eine emotionale Resonanzfläche.

Dieses vierte Werk erzählt von einem Kippen der Verhältnisse. Einem Zustand zwischen Nochnicht und Nichtmehr. Die gewohnte Ordnung wankt. Eine Rebellion kündigt sich an. Leise vielleicht, aber dennoch unumkehrbar.

mixed media/leinwand
30×30cm in Schattenfugenrahmen

tracks of salt V

tracks of salt V führt die aufgewühlte Energie des vorherigen Werks nicht nur weiter, es radikalisiert sie. Die Komposition wirkt ungestümer, unmittelbarer, beinahe konfrontativ.

Die figürlichen Elemente stehen einander gegenüber, wirken fast wie Teil unterschiedlicher Sphären. Zwei Kreise mit vertikalen Linien durchschneiden das Bild. Sie schaffen ein Spannungsfeld, in dem kein Zentrum mehr existiert, nur noch Richtungen, Kräfte, Zugbewegungen.

Das gesamte Werk scheint sich gegen ein festes System zu sträuben und findet genau darin seinen Rhythmus Die Komposition ist roher, chaotischer, ja fast instabil. Trotzdem entsteht aus dieser Instabilität eine eigene Stimmigkeit, nahezu so, als wäre das Chaos selbst zur Form geworden.

Der pinke Schattenfugenrahmen hält dieses Spannungsfeld nicht ein, er hebt es hervor. Gibt dem Werk nicht Ruhe, sondern Resonanz.

tracks of salt V ist ein Bild des Dazwischen: zwischen Widerspruch und Zusammenklang, Trennung und Bezugnahme. Eine Phase des Aufruhrs als notwendiger Zwischenschritt auf dem Weg zu etwas Neuem.

mixed media/leinwand
30×30cm in Schattenfugenrahmen

tracks of salt VI

tracks of salt VI bricht fast aus vor pulsierender Energie. Die Komposition wirkt wilder, impulsiver, als hätte sie sich von inneren und äußeren Begrenzungen gelöst. Farben überlagern einander, Formen durchkreuzen den Raum ohne Rücksicht auf bestehende Ordnung.

Die weiße Linie ist fast zu einem Kreis geschlossen, aber kleiner und konzentrierter. Die figürlichen Elemente scheinen fast vertraut nebeneinander. Ein drittes, kaum wahrnehmbares Element taucht in einer der Bildecken. Isoliert, abseits, und doch Teil des Ganzen.

tracks of salt VI markiert einen Moment der maximalen Spannung: ein Zustand des Übergangs, roh und ungebändigt. Es ist die Ahnung eines Umbruchs und vielleicht schon sein Beginn.

mixed media/leinwand
30×30cm in Schattenfugenrahmen

tracks of salt VII

tracks of salt VII markiert einen Neubeginn. Nach der aufgewühlten Energie der vorhergehenden Werke kehrt hier eine neue Ruhe ein, ein Aufatmen. Die Bildfläche ist vollständig ausgefüllt, kein Weiß, das begrenzt. Stattdessen ein leuchtender Schattenfugenrahmen, der das Werk wie selbstverständlich weiterträgt.

Keine Isolation, kein Widerstand – vielmehr ein ruhiges Miteinander. Neon-Orange und Neon-Pinke punktartige Elemente wirken fast wie Schwärme, die ruhig durchs Bild ziehen.

tracks of salt VII erzählt von einem Moment im Danach, ein Aufatmen in der Findungsphase. Eine Ruhe kehrt ein, etwas hat sich neu geordnet. Noch nicht perfekt, aber stabiler. Es ist ein Bild über die Möglichkeit von Verbundenheit, über Systeme, die nicht einengen, sondern tragen. Ein Anfang, der aus der Bewegung kommt und sie mitnimmt.

mixed media/leinwand
30×30cm in Schattenfugenrahmen

tracks of salt VIII

tracks of salt VIII setzt die Bewegung fort, die im vorangegangenen Werk begonnen hat, leise, aber bestimmt. Die Elemente sind vertraut und doch ist etwas anders.

Die Komposition wirkt ausgewogener, fast abgeklärt, als hätte sie sich auf das Wesentliche reduziert. Hier findet ein vorsichtiges Austarieren statt, ein Beschnuppern. Das neue Miteinander wird ausprobiert, in kleinen Schritten, tastend, suchend.

Nichts ist endgültig, aber vieles ist möglich.

tracks of salt VIII ist ein Bild über Zwischentöne und Übergänge. Darüber, wie Systeme wachsen, sich verschieben und aneinander anpassen können. Es erzählt von der Kraft leiser Veränderungen und davon, dass Stabilität nicht immer laut beginnt.

mixed media/leinwand
30×30cm in Schattenfugenrahmen

tracks of salt IX

tracks of salt IX markiert den vorläufigen Abschluss der Reihe: ruhig, gefestigt, offen. Verdopplung schafft Balance, fast eine Symmetrie, jedoch ohne sich zu wiederholen. Die Elemente engen sich nicht ein, lassen Platz für Zwischentöne.

Und trotzdem scheint sich irgendwie alles gefunden zu haben. Nicht als starres System, sondern als bewegliches Gefüge, das Raum lässt. Für Wandel, für Erweiterung, für alles, was noch kommen mag.

tracks of salt IX steht für einen Zustand, der nicht abgeschlossen, sich aber in Frieden mit sich selbst befindet. Trotzdem bleibt stetige Entwicklung. Stillstand ist nach wie vor keine Option, das zeigt schon die Geschichte der Werkreihe.

Ein Bild über das, was entsteht, wenn sich Systeme aus sich heraus ordnen und zugleich bereit bleiben, sich immer wieder neu zu denken.

mixed media/leinwand
30×30cm in Schattenfugenrahmen

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